„BUMP“ handelt über unsichtbare Fäuste, die man ins Gesicht kriegt

Credits: Julia Schmidt
„BUMP“ handelt von Schicksallschlägen im Leben. @Credits: Julia Schmidt

SCHICKSALSSCHLÄGE DES LEBENS

Die neue Single BUMP handelt von verschiedenen Schicksalsschlägen im Leben und die Kraft und Energie eines Menschen wieder aufzustehen und nach vorne zu blicken. „Wir kennen es alle: Das Leben läuft jeden Tag wie man es gewohnt ist – man steht auf und geht zur Arbeit oder fängt mit seiner Alltagsroutine an. Doch plötzlich macht es „BUM“ „TSCHACK“ und wir liegen in sekundenschnelle am Boden und es fühlt sich an, als hätte uns jemand eine Faust ins Gesicht gehauen. Ein Wort, welches verletzt, eine Nachricht, die einen schockt – Wir erleben von Zeit zu Zeit verschiedene Ablehnungen in Form von Trennungen, Liebesbeziehungen, Kündigungen im Arbeitsleben, verschiedene Krankheiten von Menschen,  ja sogar psychischer Terror oder Gewalt im familiären Umfeld bis hin zum Tod. Zusätzlich raspeln täglich im TV die Bad News ein, die einen Angst, Ungewissheit und Ohnmacht bereiten – Covid-Viren, Wirtschaftskrise, Kriege, Mord, Nationalismus und Rassismus (Liste ist unzählig). Während des Lebens erhalten wir alle, also jeder Mensch, ob reich oder arm, ob dick oder dünn, ob hübsch oder „hässlich“, ob religiös oder nicht religiös unsichtbare Fäuste ins Gesicht,  die uns tief durchrütteln“ – sagt MARI A.

Als MARI A den Song „BUMP“ schrieb, kreisten ihre Gedanken über ihr Leben, das nicht einfach war. Als junges Mädchen ist sie mit 9 Jahren mit ihren Eltern aus Bosnien vor dem Krieg geflohen, um ein ganz neues Leben in einem fremden Land zu beginnen. Doch nicht nur die neue Lebenssituation war neu. Auch die Eltern waren unter Druck: In Österreich musste Geld verdient werden damit die Verwandtschaft, die sich damals im Krieg in Bosnien befand, versorgt werden konnte. Die Künstlerin bekam nicht immer das, was sie sich als kleines Kind gewünscht hatte: Gesangsunterricht, Klavierunterricht blieben ein Traum, Spielzeuge oder Wünsche eines Teenagers blieben aus. Die Familie hatte nicht genug Geld weder Zeit, neben der Schulausbildung auch die Talente von Kindern zu fördern. Mari A war oft sich selbst überlassen, so musste sie auch in jungen Jahren auch viel Verantwortung übernehmen. Zusätzlich erlebte sie schwere innerfamiliäre Konflikte, die oftmals in Gewalt und Hass ausarteten. Mit 14 Jahren empfand sie keine Lebensfreude, denn viele hässliche Lebenssituationen betrübten auch die Sicht auf die Schönheiten des Lebens.

„Ich habe in meinen jungen Jahren sehr viel Dunkles erlebt. Oft wurde ich mit sehr viel Kritik bombadiert, ich sei zu dick, zu dumm, ich würde nie etwas im Leben schaffen, oder ich war nie gut genug für irgendetwas. Komplimente erhielt ich selten. Zusätzlich war mein Vater sehr streng zu uns und schmiss mich öfters ohne Grund von zu Hause hinaus. Ich stand oftmals im Pyjama total hilflos und alleine auf der Straße herum. Am nächsten Tag ging ich in die Schule und tat so, als wäre ich die glücklichste Person aller Zeiten! Meine Dunkelheit zog sich bis ins hohe Teenageralter aus. Sehr oft ging ich ohne Halt und ohne Boden durch das Leben. Äußere Einflüsse verstärkten das dann natürlich noch mehr. Denn Menschen merken es, wenn man mit einem Loch im Körper durch das Leben geht. Doch gleichzeitig denke ich, nach allem was mir im Leben wiederfahren ist, wie bewundernswert das Leben eigentlich ist. Der Mensch trägt trotz all den Lasten auch gleichzeitig diese eine Energie in sich, alle Wunden und Schmerzen abzuschütteln und besitzt auch die Kraft nach allen Vorfällen wieder aufzustehen. Das Licht, diese Hoffnung auf den glücklicheren Tag und die Stärke, die jeder Mensch in sich trägt ist meine Bewunderung, und zwar so, dass das Leben immer weiter geht, obwohl man dachte, dass alles ins Stocken gerät und alles nur noch schwarz ist. Die Kunst des Verzeihens, der Einsicht, die Kunst der Lebenserfahrung – bringen dich immer eine Stufe weiter. Es bildet sich immer ein Weg, vielleicht ist es ein holpriger Weg, aber es ist immer ein Weg. (Den wir meistens gar nicht sehen). Und deshalb glaube ich, dass jeder Mensch durch holprige Wege geht, denn die geraden Wege warten auf uns, als Entlohnung im Himmel. Wir Künstler können uns wenigstens damit trösten, einen Song über unsere Gefühle zu schreiben und so einen Teil unseres Lebens zu verarbeiten – erzählt MARI A.

Boxszene - Schlag_ MARI A_Bump

Veröffentlicht von Mari A

Singer-Songwriter

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